Buchtipps - Belletristik

Nun wohnt Vera Eckhoff seit bald sechzig Jahren in dem großen Bauernhaus im Alten Land und ist doch nicht so richtig daheim. Damals kam sie zusammen mit ihrer Mutter als Flüchtling ins Dorf und in die Familie Eckhoff. Ihre Mutter heiratet den Hoferben Karl, verlässt aber nach einigen Jahren Mann und Tochter für ein anderes Leben, in der Stadt mit...
Mit Frieder fängt es an. Frieder, der mit 17 einen Selbstmordversuch überlebt, den sich keiner erklären kann. Aus der Psychiatrie entlassen mit dem Hinweis, dass ein Auszug aus dem Elternhaus ihm helfen könne, richtet er mit ein paar Freunden und Freundinnen das leerstehende Haus seines Großvaters her. Das heißt ganz schnell Auerhaus, weil die...
Johnsey Cunliffe lebt mit seinen Eltern in seinem kleinen irischen Heimatort. Der Vater, Farmer, kümmert sich zärtlich um seinen Sohn. Leider stirbt er früh und bald darauf auch seine Mutter. Nun bleibt er alleine, einsam und trauernd auf der Farm zurück. Johnsey ist im Ort ein Außenseiter, er wird – bis auf wenige Ausnahmen – wie ein Dorfdepp...
Vor 20 Jahren kam Saša Stanišić auf der Flucht vor dem Jugoslawienkrieg nach Deutschland, und sein zweiter Roman sollte von einem ostdeutschen Dorf und seinen Bewohnern handeln. Der Autor hat offenbar viel geredet mit den Menschen in der Uckermark und viel recherchiert, bis sein Roman Vor dem Fest Gestalt annahm. Entstanden ist ein höchst...
In einem kurzen Prolog schreibt Rothmann: „Sprach ich meinen Vater in der Kindheit auf sein starkes Haar an,  sagte er,  das komme  vom  Krieg; man habe sich täglich frischen Birkensaft in die Kopfhaut gerieben.  Ich fragte nicht weiter nach, hätte wohl auch, wie so oft, wenn es um die Zeit ging, keine genauere Antwort...
Mensch und Geschichte – diese beiden Elemente sind die Säulen in Colum McCanns Romanen wie Zoli, Der Tänzer oder Der Himmel unter der Stadt. In seinem neuen Werk Transatlantik sind es drei historische Begebenheiten, die der Autor geschickt mit dem Schicksal einer Handvoll Menschen verknüpft. Ein schwarzamerikanischer Abolitionist besucht Mitte...
“Das war ich nicht” erzählt von drei Menschen, deren Leben durch Zufall in eine abenteuerliche Abhängigkeit gerät. Da ist Jasper Lüdemann, er  ist Börsenmakler. Er hat es in den Händlersaal einer großen Investmentbank in Chicago geschafft und kann jetzt zeigen, was in ihm steckt. Er gerät allerdings in einen Abwärtsstrudel an der Börse, den...
Joe, ein 13jähriger Junge, lebt mit seinen Eltern in einem Reservat des Stammes der Chippewa in North Dakota. Es ist Sommer, im Jahr 1988, an einem gewöhnlichen Sonntag. Joe und sein Vater, ein Stammesrichter, verbringen den Tag zu Hause. Die Mutter, Archivarin des Stammes und somit Spezialistin für Fragen der Stammeszugehörigkeit, war angerufen...
Der amerikanische Autor John Williams gelangte in Deutschland erst posthum zu literarischem Ansehen. Sein Roman Stoner um einen aus ärmlichen Verhältnissen stammenden Literaturprofessor fand bei Kritikern und Lesern großen Anklang. Nun ist im dtv ein zweiter großartiger Roman dieses Autors aus dem Jahr 1960 erschienen  und in diesem lässt der...
„Löwen wecken“ ist ein fesselndes Buch! Schon auf den ersten beiden Seiten, im Prolog, ahnt man, was da auf einen zukommen könnte, aber tatsächlich übertrifft der Inhalt dieses Romans die Ahnungen bei weitem. Der israelische Neurochirurg Etan Grien überfährt nachts in der Wüste einen Mann, einen Eritreer, der ihm vor das Auto gelaufen ist. Als...

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