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Mohsin Hamid: Der letzte weiße Mann

Mohsin Hamids Roman beginnt mit der unglaublichen Verwandlung des jungen Weißen Anders in einen jungen Mann mit dunkler Hautfarbe. Abgesehen von seinem Äußeren scheint sich nichts verändert zu haben - er hat sein Bewusstsein behalten, und doch erkennt er sich im Spiegel nicht wieder, genauso wenig wie sein Umfeld ihn noch als den Anders erkennt, der er bisher war.
Zunächst eine Einzelerscheinung häufen sich die Berichte über immer mehr Menschen deren Hautfarbe sich ins Dzunkle verändert. Das Land macht eine Zeit des Unsicherheit durch, Unruhen und Bürgerkämpfe bestimmen den Alltag - doch die großen sozialen Umbrüche stehen nicht im Fokus dieser Erzählung. Hamid bleibt bei seinen Figuren Anders, seiner Freundin Oona, Anders schwerkrankem Vater und Oonas Mutter, die an eine gigantische Verschwörung glaubt.
Die ruhige und klare Erzählweise lässt den Roman im Nachgang wie ein Gedankenspiel wirken und weniger wie einen aufgeregten Pageturner. Eine spürbare Spannung steckt trotzdem in den Seiten dieser bewegenden Idee. Was wäre, wenn uns Menschen nicht mehr die Hautfarbe unterscheidet? Im Kern stellt das Buch wichtige Fragen: wer bin ich, wie werde ich von anderen wahrgenommen und wie wirkt sich das aus? (H. Pfaffmann)

Roman
Einband: gebundenes Buch
EAN: 9783832182137
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Kategorie: Belletristik