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ISBN/EAN: 978-3-95614-509-4
Altersempfehlung: 12-99 J.
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
304 S.
Format (T/L/B):
3 x 19.5 x 13.2 cm

Hersteller:
Verlag Antje Kustmann GmbH
Tilman Göhler
t.goehler@kunstmann.de
Kreittmayrstraße 26
DE 80335 München
www.kunstmann.de

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Unser Tipp für Sie

Als Mediensatire fängt alles an, lustig verkokst, wie es eben in Wirklichkeit so zugeht in den Newsrooms von Berliner und Saarbrücker Tageszeitungen.
Ein übereifriger Praktikant wittert die Chance, im medialen Haifischbecken Karriere zu machen
und wird von Berlin aus auf die weite Reise nach München geschickt, um einen Entertainment-Star zu interviewen. Das Interview dann frei erfunden, der Star indes schon zu Tode gekommen,
sitzen ihm Redaktion und im Folgenden so manch andere skurrile Figur im Nacken, die im bayerischen Kleinstadtambiente beheimatet sind – dem auch der Autor entstammt.
Doch es erwartet die fieberhaft weiterblätternde Leserschaft kein weiterer enervierender Herkunftsroman, es wird gleich ein ganzes Dorf ausgelöscht in aufbrausenden Mystery- und Splatter-Phantasien. Großes Kino.
Schließlich endet alles in den Sümpfen, wo sonst, ein paar Menschen fliegen noch so durch die Lüfte, und ein Gedicht, was sonst,  enthüllt den Lesenden den tieferen Sinn der Geschichte, sofern er oder sie zum Ende der Geschichte hin unwahrscheinlicherweise selbst noch bei Verstand sein sollte.
Dem Autor indes, der nach Korruptionsvorwürfen soeben seinen Chefsessel beim sogenannten Satiremagazin „Titanic“ räumen musste und nach eigenen Angaben alimentiert von lebenslang üppiger Abfindung bleibt nun die Zeit, sich ganz dem Schriftstellerischen zu widmen, tja.
Eine empfehlenswerte, unterhaltsam abgefahrene Lektüre nicht nur für Pilzesser und Medienkritiker jenseits von Brecht und Welser. Ebenso grandios wie der vorangegangene Gedichtband des Autors (der auch alle buchladen-Rezensionen großzügig finanziert) Angst vor Lyrik und alle seine weiteren Bücher. Im Ernst jetzt. (F. Peters)

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Beschreibung

Ein brandheißes Debüt zu den brisantesten Themen der Zeit! Ein hochaktueller Roman über Politik und Kunst, Fakten und Fiktionen, und die Frage, was man für Ruhm und Reichtum alles tun würde. Martin Kreutzer will nach oben. Als Volontär einer überregionalen Berliner Tageszeitung muss er sich jedoch beweisen, denn Ruhm und Reichtum kriegt man nicht einfach geschenkt. Lukas Moretti war sein Kommilitone und schon damals in München ein Star unter den Studenten, doch inzwischen ist ihm mit seinem enervierenden Mix aus Spoken Word, performativer Kunst und euphorischen Elektropartys der internationale Durchbruch gelungen. Vollmundig verspricht Martin der Chefredaktion, das Interview mit Moretti hundertprozentig einzutüten. So richtig kannte er ihn eigentlich damals nicht, aber was ist schon eine kleine Lüge, wenn sie einem die Chance gibt, auf Redaktionskosten nach München zu fahren und der Karriere einen Kickstart zu geben? Unglücklicherweise möchte Herr Moretti weder mit der Zeitung noch mit Martin Kreutzer etwas zu tun haben. Aber sich von einem wie Moretti die Karriere ruinieren lassen, noch bevor sie richtig Fahrt aufgenommen hat? Wer braucht schon so einen Phrasendrescher für ein Interview voller vorhersagbarer Phrasen? So schreibt Martin Kreutzer die ganze Nacht und ist am Ende überzeugt, dass die Redaktion seinen Einsatz würdigen wird. Doch als Lukas Moretti tot aufgefunden wird, nehmen die Dinge einen unvorhergesehenen Lauf. Die Redaktion beschließt, Martin auf den Fall anzusetzen, und schickt ihn nach Kirching, einen Münchner Vorort, in dem alles anfing und schrecklich enden wird.

Über Moritz Hürtgen

Moritz Hürtgen wurde 1989 geboren ist seit 2019 Chefredakteur des gefürchteten Satiremagazins Titanic. Auch als Autor verbreitet er Angst und Schrecken: 2019 erschien bei Kunstmann bereits sein Gedichtband »Angst vor Lyrik«, nun folgt sein Romandebüt »Der Boulevard des Schreckens«.
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