Details

ISBN/EAN: 978-3-455-01367-2
Einband: gebundenes Buch
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Übersetzer:
Maria Rajer
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
384 S.
Format (T/L/B):
3.2 x 21 x 13.7 cm

Hersteller:
HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH
produktsicherheit@hoca.de
Harvestehuder Weg 42
DE 20149 Hamburg


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Unser Tipp für Sie

Der Protagonist Mikita ist fünf Jahre alt als er seine Mutter verliert. Er wächst bei seinem Onkel Slawa und dessen Lebenspartner Lew in Russland auf. Mikita erlebt eine fröhliche und glückliche Kindheit mit seinen beiden Vätern, die jedoch jäh mit seiner Einschulung unterbrochen wird. Von nun an diktiert das Lügen und ein endloses Versteckspiel seine Tage. Mikita darf nichts von seinem Leben und seinen beiden Vätern preisgeben, zu groß ist die Angst, dass die kleine Familie entzweit und bestraft werden könnte. Bei Besuchen von Schulfreund*innen verschwinden Lews Fotos von den Wänden, Mikitas Schulaufsätze über seine Familie werden frei erfunden und er verschließt sich immer mehr vor seinen Klassenkamerad*innen und der Welt. Und dann muss Mikita auch noch feststellen, dass er selbst dabei ist sich in einen Jungen zu verlieben. Ist er am Ende der Beweis für die Propaganda, die in Russland betrieben wird?
Der junge Autor Mikita Franko vermischt in seinem großartigen und emotionalen Roman Fiktion und einen Teil seiner Realität. In klaren und mitreißenden Sätzen erzählt er eine Geschichte, die noch lange nachhallt und einen nur immer wieder den Kopf schütteln lässt. Wie kann es sein, dass sich im 21ten Jahrhundert noch immer Menschen verstecken müssen, ihre Liebe und wahre Identität verheimlichen, um nicht verfolgt, bestraft und ausgeschlossen zu werden?
Ein intelligenter und schnörkelloser Roman, der seine Leser*innen ins Herz trifft und mir unglaublich gut gefallen hat. Ich mochte den authentischen Sound, den der Autor gefunden hat und finde es ist ein wichtiges Buch, das den Zeitgeist trifft und sicher vielen Leser*innen helfen kann, ihre Stimme zu finden und laut zu werden. (J. Oeser)

 

Beschreibung

Mikita wird nach dem Tod seiner Mutter von ihrem Bruder adoptiert. Mit Slawa und dessen Partner Lew verbringt der Fünfjährige eine fröhliche Zeit. Aber mit der Einschulung beginnt das Versteckspiel, das Lügen. Wenn Besuch kommt, müssen Fotos weggeräumt, in Aufsätzen müssen Dinge verschwiegen oder erfunden werden, Mikita schlagen Vorurteile entgegen. Er wird wütend, aggressiv, depressiv. Erst die Freundschaft mit einem Jungen aus dem Waisenhaus beruhigt ihn. Und dann merkt er, dass er sich zu Jungs hingezogen fühlt. Ausgerechnet! Er fühlt sich schuldig, weil die Propaganda behauptet, gleichgeschlechtliche Paare würden homosexuelle Kinder großziehen. Es wird dauern, bis Mikita Frieden mit sich selbst und seiner Sexualität findet.

Über Mikita Franko

Mikita Franko wurde 1997 in Pawlodar, Kasachstan, in eine Familie geboren, die seit Generationen Ärzte hervorbringt. Im Alter von drei Jahren hat er lesen gelernt, mit vier schreiben. Seither liest und schreibt er. Franko hat das Medizinstudium schnell an den Nagel gehängt und versteht sich als Akyn, als einen kasachischen Volksdichter, der politische Themen verhandelt. Er sagt von sich selbst, er ertrage keine Langeweile, was ihn zwinge, sich dauernd etwas einfallen zu lassen. Er schreibt über alles, was er sieht. Zurzeit lebt Mikita Franko in Moskau.

Schlagzeile

Voller Tabus: ein Junge und seine zwei Väter in der russischen Provinz
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