Alexander Gorkow: Die Kinder hören Pink Floyd

Jetzt im Taschenbuch erschienen: Mit Alexander reisen wir in seine Kindheit in den Siebzigerjahren. Es ist die Zeit der immer noch recht spießigen und muffigen Vorstädte, in diesem Fall in der Nähe Düsseldorfs. Dort lebt die Familie, der Vater hat ein wenig Wohlstand erarbeitet, der sich zum Beispiel in einer neuen maßgeschneiderten Einbauküche zeigt. Im Garten werden Insektizide gesprüht, auf dass ausschließlich das Erwünschte ordentlich wächst.
Alexander ist gerade zehn Jahre alt und beschreibt aus seiner Perspektive. Es sind noch kindlich naive Beobachtungen des Alltags, der sowohl banal als auch manchmal bizarr oder sehr komisch ist. Gleichzeitig liegt aber über allem eine Melancholie. Denn die Schwester Alexanders ist von Geburt an herzkrank, muss oft in die Klinik zu langwierigen Behandlungen und Untersuchungen, die Besorgnis um sie ist in der Familie immer spürbar.
Alexander bewundert seine sechs Jahre ältere Schwester, sie ist sein großes Idol, seine Richtschnur in der verwirrenden Welt der Erwachsenen, in der er sich zurechtfinden muss und die sie ihm auf ihre Art erklärt, die Alexander auch oft ratlos zurücklässt. Und die Schwester ist recht aufmüpfig, politisch interessiert und begeistert sich für die Band Pink Floyd, die im fernen England gegen das Establishment ansingen - auch so ein verwirrender Begriff für Alexander. Jede neue Platte von Pink Floyd wird sehnsüchtig erwartet und sofort erworben. Dann schallt tagelang die Musik bei offenem Fenster aus dem Zimmer der Schwester, während sie die Texte analysiert und ihrem Bruder übersetzt. Ob der ungewohnten Klänge irritierte Nachbarn werden von den Eltern informiert: „Die Kinder hören Pink Floyd.“
Der Roman ist glänzend erzählt, genau beobachtet. Gorkow hat ein sicheres Gespür für die Beschreibung von Alltag, er findet immer die richtige Balance zwischen Komik und Traurigkeit.
Die Gespräche mit Nachbarn – fabelhaft wiedergegeben! Alexanders Erfahrungen in der Schule – großartig beschrieben!
Mich hat dieser „golden funkelnde Roman“ (Elke Heidenreich) wunderbar unterhalten, tief berührt
und – selbst geprägt von den 70ern - auch manchmal nostalgisch zurückblicken lassen. (A. Mantwill)


Bibliographie
Tipp
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Die Kinder hören Pink Floyd
Alexander Gorkow
Die Kinder hören Pink Floyd
Roman
EAN: 978-3-462-00358-1
Alexander Gorkows autobiografischer Roman ist ein Wunderwerk der Poesie, das glänzende Portrait einer versunkenen Zeit, zugleich eine Hommage auf unsere Kindheit und die rätselhafte Kraft der Musik in einer Welt voller Risse - zwischen Gesunden und Kranken, Behinderten und angeblich Normalen, zwischen Armen und Reichen, zwischen Ordnung und Chaos. Die 70er Jahre. Eine Vorstadt. Das Westdeutschland der letzten Baulücken, der verstockten Altnazis, der 'ZDF Hitparade'. Das kleine Land weist gepflegte Gärten auf, die Kriegsgräuel sind beiseite geschoben, zum Essen geht es in den Balkan Grill, die Einbauküche daheim überzeugt durch optimale Raumnutzung. Für den 10-jährigen Jungen aber ist es eine Welt der Magie, der geheimen Kräfte, des Kampfs des Bösen gegen das Gute. Neben brutalen Mitschülern, prügelnden Pfarrern und zynischen Ärzten leben in seiner Phantasie überall weitere Monster: der furchterregende Sänger Heino, ein Mann namens Barzel in einer rätselhaften Stadt namens Bonn sowie die Wiedergänger der Templer aus 'Die Nacht der reitenden Leichen' im Dorfkino. Der gute Leitstern aber ist die umwerfende große Schwester - das Kind Nr. 1 der Familie. Sie ist herzkrank und sehr lebenshungrig. Mit trockenem Humor und großer Aufsässigkeit stemmt sie sich gegen alle Bedrohungen, nicht zuletzt mithilfe der vergötterten Band Pink Floyd aus dem fernen London, den Kämpfern gegen das Establishment, deren Songs alles zum Glänzen bringen. Unter Anleitung von Pink Floyd zieht die Schwester mit ihrem kleinen Bruder in den Kampf, um das Böse zu bannen, sein Stottern, seine Ängste. 

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Die Kinder hören Pink Floyd
Alexander Gorkow
Die Kinder hören Pink Floyd
Roman
EAN: 978-3-462-05298-5
Alexander Gorkows autobiografischer Roman ist ein Wunderwerk der Poesie, das glänzende Portrait einer versunkenen Zeit, zugleich eine Hommage auf unsere Kindheit und die rätselhafte Kraft der Musik in einer Welt voller Risse - zwischen Gesunden und Kranken, Behinderten und angeblich Normalen, zwischen Armen und Reichen, zwischen Ordnung und Chaos. Die 70er Jahre. Eine Vorstadt. Das Westdeutschland der letzten Baulücken, der verstockten Altnazis, der 'ZDF Hitparade'. Das kleine Land weist gepflegte Gärten auf, die Kriegsgräuel sind beiseite geschoben, zum Essen geht es in den Balkan Grill, die Einbauküche daheim überzeugt durch optimale Raumnutzung. Für den 10-jährigen Jungen aber ist es eine Welt der Magie, der geheimen Kräfte, des Kampfs des Bösen gegen das Gute. Neben brutalen Mitschülern, prügelnden Pfarrern und zynischen Ärzten leben in seiner Phantasie überall weitere Monster: der furchterregende Sänger Heino, ein Mann namens Barzel in einer rätselhaften Stadt namens Bonn sowie die Wiedergänger der Templer aus 'Die Nacht der reitenden Leichen' im Dorfkino. Der gute Leitstern aber ist die umwerfende große Schwester - das Kind Nr. 1 der Familie. Sie ist herzkrank und sehr lebenshungrig. Mit trockenem Humor und großer Aufsässigkeit stemmt sie sich gegen alle Bedrohungen, nicht zuletzt mithilfe der vergötterten Band Pink Floyd aus dem fernen London, den Kämpfern gegen das Establishment, deren Songs alles zum Glänzen bringen. Unter Anleitung von Pink Floyd zieht die Schwester mit ihrem kleinen Bruder in den Kampf, um das Böse zu bannen, sein Stottern, seine Ängste. 

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