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ISBN/EAN: 978-3-86971-203-1
Einband: Paperback
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
240 S.
Format (T/L/B):
2.2 x 21.5 x 13.5 cm

Hersteller:
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
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DE 50667 Köln


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Dear Oxbridge

Liebesbrief an England

Unser Tipp für Sie

Woran   denken   Sie,   wenn   Sie   an   England   denken?  Den  Brexit,  natürlich.  Dann  vielleicht  an  die  Queen,   Tea-time   und   Ascot?   Nele   Pollatschek   hat  an  den  englischen  Elite-Unis  Cambridge  und  Oxford  (amalgamiert:  Oxbridge)  studiert  –  und  hat  dabei  nicht  nur  die  Fächer  Englische  Literatur und Philosophie, sondern auch ihre britischen Mitmenschen  samt  Gastland  studiert.  Wenn  sie  an   England   denkt,   dann   an   die   Oxbridger   Bildungselite, die bisher immerhin die Mehrzahl der englischen   Premierminister   stellte,   an   ständig   verstopfte  Toiletten,  an  das  vermutlich  gerechteste  Gesundheitssystem  der  Welt,  den  NHS  und  an eine nicht gendernde und dadurch nicht-sexistische  Sprache  (eine  Überraschung  für  mich  persönlich).  Natürlich  denkt  sie  vor-  und  trotz  allem  an  Menschen  und  ein  universitäres  System,  das  für  Wissensvermittlung  brennt  und  von  seinen  Studierenden eigenes Denken verlangt.

Dear Oxbridge ist, nicht nur dem Untertitel nach, ein  Liebesbrief  an  England.  Er  beginnt  mit  der  selbst-enttäuschten  Anekdote,  dass  die  Autorin  zu ihren Gunsten auf den Brexit gewettet und leider  gewonnen  hat,  denn  mit  dem  Brexit  fällt  das  Pfund.  Das  bedeutet  für  sie:  Ihre  in  sieben  Jahren  „hart erarbeiteten“ Studienschulden schrumpfen dadurch   zu   einem   überschaubaren   Sümmchen.   Doch  die  Freude  über  diesen  finanziellen  Bonus  währt   nicht   lange.   Die   Betroffenheit   über   das   Brexit-Votum  hinterlässt,  um  in  der  Sprache  der  Liebe zu bleiben, ein gebrochenes Herz. Es ist ein Liebesbrief, der jeden Briten-Liebhaber mit Freude  an  Pollatscheks  Erzählungen  über  das  Land  der stiff upper lip teilhaben lässt. Es werden sonst verschlossene Türen geöffnet und Einblicke in das Leben der Elite gewährt, die manchmal haarsträubend  sind.  Diese  lassen  das  Ergebnis  des  Votums  besser verstehen und, trotz aller Wut und Enttäuschung, den Briten dennoch wohlgesinnt bleiben. In diesem Sinne, Cheers! (C. Bellaire)

Beschreibung

Wenn jemand eine Obsession hat, dann ist es schwer, ihn davon abzubringen. In Nele Pollatscheks Fall heißt die Obsession seit ihrer Jugend Oxbridge. Nichts konnte sie abhalten, dort hinzukommen, wo ihre Helden - die spleenigen englischen Geistesriesen - studierten. Irrsinnige Anstrengungen nimmt sie auf sich, um dorthin vorzudringen, erleidet das Hochstaplersyndrom, lernt das bizarre Verhalten der englischen Eliten kennen, kommt der Abwasserwirtschaft und dem Pillenkonsum der Briten auf die Schliche, verbringt die Nächte zwischen High-Society-Partys und Bibliothek. Gerade denkt sie, sie gehöre dazu. Und dann dieser Schlag.Wie jede Verstoßene fragt sich Nele Pollatschek in ihrem Liebesbrief an England, wie es zu dieser Entfremdung kommen konnte. Was ist nur los mit diesem England? Und mit dem Scharfblick einer Miss Marple erkennt sie, der Grund für die Misere liegt da, wo sie gerade ihr Zimmer auflöste: in Oxbridge. Denn Oxbridge ist nicht nur eine Obsession, sondern für England vor allem der Schlüssel zur Macht. Mit abgründigem Humor setzt Nele Pollatschek ihrer großen Liebe ein hochunterhaltsames und kluges Denkmal.

Über Nele Pollatschek

Nele Pollatschek, 1988 in Berlin geboren, hat Englische Literatur und Philosophie in Heidelberg, Cambridge und Oxford studiert und wurde darin 2018 promoviert. Für ihren Debütroman Das Unglück anderer Leute (2016) erhielt sie den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis (2017) und den Grimmelshausen-Förderpreis (2019). Es folgte das Sachbuch Dear Oxbridge. Liebesbrief an England (2020). 2023 erschien ihr Roman Kleine Probleme, der ein Bestseller wurde. Nele Pollatschek schreibt für DIE ZEIT, sie wurde Kulturjournalistin des Jahres (2023, 2024), erhielt den Deutschen Reporterpreis (2022) sowie den Förderpreis für Komische Literatur (2024).

Schlagzeile

Liebesbrief an ein eigensinniges Stück Europa, das nie mit dem Kontinent warm geworden ist
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