Details

ISBN/EAN: 978-3-85476-618-6
Einband: kartoniertes Buch
Weitere Details
Auflage:
1. Auflage 2012
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
280 S.
Format (T/L/B):
1.8 x 19 x 12 cm

Hersteller:
Mandelbaum Verlag eG
office@mandelbaum.at
Wipplingerstraße 23
AT 1010 Wien


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Schein oder nicht Schein

Konstruktion und Kriminalisierung von 'Scheinehen' in Geschichte und Gegenwart, kritik & utopie

Beschreibung

"Delikt Scheinehe": Heirat als Verbrechen? Schutzehen im Nationalsozialismus ermöglichten Verfolgten die Aus- oder Weiterreise in Exilländer und werden retrospektiv als Formen der Hilfeleistung positiv gesehen. Eine gänzlich andere Bewertung erfahren heute jene Eheschließungen, die den Aufenthalt von Drittstaatsangehörigen legalisieren oder absichern. Als so genannte Aufenthaltsehen stellen sie in Österreich seit 2006 sogar ein strafrechtlichtes Delikt dar. Wie kam es zur Begriffsverschiebung von Schutz- zur Scheinehe und zu diesem Gesinnungswandel? Welche staatlichen AkteurInnen stehen hinter dieser Kriminalisierung? Wer waren und sind jene Menschen, die solche Ehen eingingen, wer wird gerne als verdächtig konstruiert? Wie kontrolliert die Fremdenpolizei und wie urteilen die Gerichte? Mit ihrer detaillierten Beschreibung der aktuellen Behörden- und Gerichtspraxen gibt die Autorin praxisnahe Informationen, wie der staatlichen Intervention ins Privat- und Intimleben entgegen getreten werden kann. "Schein oder nicht Schein" gibt erstmals und auf gut lesbare Weise einen umfassenden Überblick über dieses gesellschaftspolitisch brisante Thema.

Über Irene Messinger

Irene Messinger lebt in Wien. Rechtsberatung in asyl- und fremdenrechtlichen Verfahren als Sozialarbeiterin in NGOs, Diplomarbeit in Pädagogik zu illegalisierten Flüchtlingsjugendlichen, Dissertation in Politikwissenschaften zur staatlichen Konstruktion von Schein- und Aufenthaltsehe.
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