Nicholas Binge: Himmelfahrt. Mission in den Tod
Vor über 29 Jahren ist Harold Tunmore spurlos verschwunden. Nach langwieriger Suche ließ sein Bruder Ben ihn sogar für tot erklären. Aber dann bekommt dieser einen Anruf von einem alten Bekannten: der will seinen Bruder in einem Sanatorium erkannt haben. Ben fährt ohne lange zu überlegen dorthin und muss feststellen, dass dies in der Tat sein Bruder ist. Aber irgendwie anders, verändert, verwirrt. In Harolds Besitz befinden sich Hunderte Seiten von Briefen, alle adressiert an Bens Tochter Harriet. Nachdem Ben die Briefe gelesen hat, ist ihm klar: diese Aufzeichnungenmüssen publiziert werden. Und damit beginnt die spannende, wenn auch bisweilen skurrile Geschichte.
Es ist 1991. Harold Tunmore, renommierter Physiker, wird von einem Militärangehörigen aufgesucht, um für eine Mission höchster Geheimhaltungsstufe rekrutiert zu werden. Als er erfährt, dass seine Ex-Frau ebenfalls involviert ist und sich in schlechtem Zustand befindet, willigt er ein. Doch worauf er sich damit eingelassen hat, bleibt ihm bis zum bitteren Ende unklar. Denn die Prämissen sind alles andere als plausibel: Ein Berg, mitten im pazifischen Ozean, höher als der Mount Everest, der erst vor wenigen Monaten dort aufgetaucht ist. Ein Wissenschaftler, der seinen Tod vor dessen eintreten präzise bis ins kleinste Detail vorher gesagt hat. Und ein Team, bestehend aus den renommiertesten Wissenschaftler*innen ihrer Zeit, die sich auf diesem Berg zusammengefunden haben, um das Geheimnis dessen Entstehen zu ergründen. Und damit beginnt die todesmutige Expedition auf den geheimnisvollen Berg, der so viele Fragen aufwirft, deren Antworten unser Verständnis der Welt ganz schön durcheinander bringen.
Nicholas Binge schreibt mit einem unglaublichen Talent, die Spannung der Geschichte von vorne bis hinten zu halten. Ich habe die Erzählung, trotz ihrer Kuriosität oder vielleicht auch gerade deswegen, nahezu in Einem verschlungen. Seite um Seite habe ich umgeblättert, um die gelungene Mischung aus wissenschaftlichen Erläuterungen, übernatürlichen Mysterien und spannendem emotionalem Drama zu erfassen. Eine Empfehlung, gerade auch für die, die sich gerne mal ein wenig gruseln. (M.Preiß)



