James Kestrel: Fünf Winter
Die Jury der "Krimibestenliste" hat den Roman von James Kestrel zu einem der besten zehn Kriminalromane des Jahres 2023 gewählt: "Nicht überwältigend, sondern schlicht großartig." - Dem kann ich nur zustimmen.
An Thanksgiving 1941 in Honolulu wird Police Detective Joe McGrady von seinem Chef beauftragt, in einem grausamen Doppelmord zu ermitteln: an einem jungen Amerikaner, der der Neffe des Oberbefehlshabers der Pazifikflotte ist, und einer jungen Japanerin, dessen Freundin.
Die Spur führt McGrady nach Hongkong. Er lässt seine Freundin in Honolulu zurück, „Weihnachten sehen wir uns wieder“. Aber er gerät in die Kriegswirren – die Japaner erobern gerade Hongkong – und wird als potentieller Spion gefangengenommen und nach Japan in ein Lager verschleppt. Gerettet wird er von dem Diplomaten Takahashi Kansei, der heimlich gegen die offizielle japanische Kriegspolitik arbeitet. Takahashi und seine Tochter Suchi verstecken McGrady bis zur Kapitulation Japans. Fünf Winter später, 1946, kehrt McGrady für alle überraschend - er war für tot erklärt worden - nach Hawaii zurück. Er ist fest entschlossen, den Fall, der ihn nie losließ, und dessen Spur nicht erkaltet ist, nun als Privatdetektiv arbeitend, endlich aufzuklären.
Fünf Winter ist ein spannungsreicher Thriller, glänzend geschrieben. Eine wichtige Rolle spielen die Ereignisse während des Zweiten Weltkriegs um die Rolle Japans, ohne bloße Kulisse zu sein. Und die psychischen Belastungen, die ganzen Widrigkeiten durchzustehen ist überzeugend beschrieben.
Ich habe das 500-Seiten-Buch nach der Lektüre zugeklappt und den Text auf der Rückseite sehr passend gefunden:
„Fünf Winter ist ein gewaltiges Epos im Cinemascope-Format: ein fesselnder Thriller, ein erschütterndes Porträt des Krieges und eine herzzerreißende Liebesgeschichte in einem.“ (A.Mantwill)



