William Boyd: Die Fotografin

Es gibt viele Fotografinnen, die Anfang des 20. Jahrhunderts geboren wurden, etliche berühmt, einige vergessen. Namen wie Berenice Abbott, Diane Airbus, Tina Modotti, Lee Miller fallen mir da ein. Aber von einer Fotografin namens Amory Clay habe nicht nur ich nie gehört. William Boyd hat sie sich ausgedacht. In seinem Roman erzählt er das Leben von Amory. Schon als Kind wird ihre Leidenschaft fürs Fotografieren geweckt und es gelingt ihr früh, durch eine Ausstellung auf sich aufmerksam zu machen. Das wird die Grundlage für ihren Erfolg als Gesellschaftsfotografin in Berlin und London. Sie leitet während des Zweiten Weltkriegs eine Fotoagentur in London und wird später Kriegsreporterin in Vietnam.
Nun blickt sie siebzigjährig zurück und erzählt in leichtem Ton von ihrem Leben als mutige, selbständige und selbstbewusste Frau, die sich durch die Wirren der Zeit und privaten Probleme geschlagen hat. Boyd verknüpft virtuos Fiktion und Wirklichkeit und hat ein überzeugendes Künsterinnenportrait geschaffen. (A. Mantwill)


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