Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters
Was mich besonders berührt hat, ist die Selbstverständlichkeit, mit der Motte ihre Kindheit erlebt, wie sie – so ganz anders als ihr Bruder – um diesen schwierigen, aber geliebten Vater kreist wie eine Motte ums Licht. Die Autorin zeigt weibliche Widerstandskraft gegen männliche Schwäche, ohne zu (er-)klären. Es ist ein harter und gleichzeitig zarter Roman über Liebe, Scham und die Frage, was Herkunft mit uns macht. Schätte schreibt lakonisch, kein Wort ist überflüssig, ihre Sprache ist klar und unsentimental. Das Buch ist authentisch, wichtig und ehrlich. (S. Hoeller)
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