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Fritzi und die kleinste Tierretterbande der Welt

Fritzi 1

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783941651647
Sprache: Deutsch
Umfang: 126 S., 18 Illustr.
Format (T/L/B): 1.7 x 21.1 x 15.5 cm
Lesealter: 7-11 J.
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

Wie gern wäre Fritzi ein richtiges Mädchen! Da sie aber von ihrem Vater versorgt wird, während ihre Mutter arbeitet, finden sich in ihrem Schrank nur Skaterjeans und schlabberige Shirts. Und Papas Herrenfriseur kann auch nur Bürstenschnitte. Es ist zum Verzweifeln! Eines Tages gründet Fritzi mit ihren besten Freunden eine Tierretterbande. Doch der erste Einsatz ist nicht sehr erfolgreich, weswegen Lara und André schnell die Nase voll haben. Zu schnell, denn kurz darauf gerät Fritzis Freundin Hilde, eine alte Ziegendame, in ernsthafte Gefahr! Jetzt kommt es auf Fritzi ganz allein an.

Autorenportrait

Jutta Nymphius wurde 1966 in Bremerhaven geboren, studierte in den Achtzigern an den Universitäten Köln und Florenz Italianistik, Hispanistik und Germanistik und schloss 1990 mit dem Magister Artium ab. Im Folgejahr absolvierte sie ein Volontariat im Lektorat des Schulbuchverlages Dürr & Kessler in Rheinbreitbach bei Bonn, wo sie 1992 als Lektoratsassistentin übernommen wurde. 1993 bis 1994 arbeitete sie als Lektorin für den Grundschulbereich im Verlag an der Ruhr, Mülheim und wechselte von dort 1995 als Kinderbuchlektorin (Schwerpunkt Sachbuch) zu Patmos, Düsseldorf. Seit 1997 ist sie als freie Lektorin, Autorin und Übersetzerin von Kinder- und Jugendbüchern tätig. Zahlreiche Veröffentlichungen zusammen mit Detlev Jöcker. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Hamburg.

Leseprobe

Ich sehe aus wie ein Igel mit Haarspray! Genervt versuche ich, die Gummibänder wieder aus meinen Haaren zu fummeln. Dabei reiße ich mir so große Büschel aus, dass ich im Badezimmerspiegel nachgucken muss, ob ich jetzt eine Glatze habe. Nein, keine Glatze, aber viel besser ist das, was ich sehe, auch nicht. So gern würde ich mir richtige, echte Zöpfe machen, aber mit diesen blöden Stoppelhaaren geht das einfach nicht. Warum, verdammt noch mal, kann ich nicht einfach aussehen wie ein Mädchen, wie ein richtiges Mädchen, meine ich! Das ist alles Papas Schuld. Er hat mich einfach zu seinem alten Männerfriseur mitgenommen, der ihm schon seit hundert Jahren die Haare schneidet. Dabei wäre ich so gern zum Friseur im schicken Einkaufszentrum gegangen! So wie Lara mit ihren tollen langen Locken. Meine Haare sind nicht toll und nicht lang, sondern stehen ab wie bei einer alten Klobürste. Ich hauche den Spiegel an, bis ich mich nicht mehr sehen kann. Schon besser. Dass Papa mich überhaupt in diese blöde Lage gebracht hat, ist wiederum Mamas Schuld. Eines Tages hat sie einfach verkündet, dass sie wieder bei dem Anwalt arbeiten würde, bei dem sie schon war, bevor sie mich bekommen hat. Da verdiene sie genug für uns alle und Papa könne in Ruhe seine Geschichten schreiben. Denn das macht Papa gern. Leider will diese Geschichten aber niemand lesen und erst recht will niemand dafür bezahlen, so hat es mir Mama jedenfalls erklärt. Deswegen sitzt Papa oft an seinem Computer und schreibt dann so Sachen wie "Dieses Shampoo erobert die Welt" oder "Haferbrei: Es kann nur einen geben". Das wollen die Leute wohl lesen, denn damit verdient Papa Geld. So richtig verstehe ich das nicht. Jedenfalls hat Mama gemeint, das sei eine tolle Lösung und ab nächsten Monat gehe es los. Eine Kleinigkeit hat sie dabei wohl vergessen: mich. Wer würde mit mir die Seifenblasen in der Badewanne zählen, mich von der oberen Treppenstufe auffangen oder mir helfen, die ekligen dicken Gemüsestücke aus der Suppe zu fischen? Papa also. Auch gut. Papa ist schon klasse. Aber dass Papa mich zum Männerfriseur mitnehmen würde, davon hat Mama kein Sterbenswörtchen gesagt. Und nicht nur das: Auch meine Klamotten kauft mir Papa in demselben Laden wie seine. Klar, dass es dort nicht besonders viel in Rosa gibt, meiner absoluten Lieblingsfarbe - immer noch! Stattdessen kann ich nun wählen zwischen Jeans mit ausgebeulten Knien und Jeans, bei denen der halbe Po raushängt. Neben mir muss das arme, zerlumpte Aschenputtel wie Deutschlands nächstes Topmodel aussehen.