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ANIMALIKON

Bilder und Notizen zu flüchtigen Bekanntschaften, Limitierte, nummerierte Ausgabe

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783937881249
Sprache: Deutsch
Umfang: 60 S., 24 farbige Tierikonen mit Golddruck
Format (T/L/B): 0.8 x 21.5 x 21.5 cm
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

Ralf Staiger trifft Tiere. Überall. Im Büro, im Museum, zu Hause, auf Reisen, zu Lande, unter, auf und am Wasser, in Höhlen und in der Luft. Besondere Individuen skizziert er. Hat er dann immer noch nicht genug von ihnen, verleiht er ihnen Farbe und unterlegt sie mit Gold. - Im Künstlerbuch ANIMALIKON versammelt Ralf Staiger seine 24 Lieblings-Tierikonen, um sie dann Seite für Seite auf den Betrachter loszulassen. - Ergänzt durch persönliche Notizen der Autorin Chris Inken Soppa.

Autorenportrait

RALF STAIGER, Kommunikationsdesigner und Illustrator. Arbeit im Bereich der naturkundlichen und geschichtlichen Bildung. Für die Gestaltung der Insektenabteilung des Naturkundemuseums Karlsruhe erhielt Ralf Staiger zusammen mit seinem Partner Armin Dett einen "reddot design award", einen "iF communication design award" sowie eine Nominierung für einen German Design Award. In Reisetagebüchern, Skizzen, Illustrationen und Kleinplastiken porträtiert er Tiere und Menschen mit all ihren Eigenheiten. Er lebt und arbeitet in Konstanz. - CHRIS INKEN SOPPA, ebenfalls aus Konstanz, freie Autorin und Übersetzerin, Arbeitsstipendium des "Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg". Teilnahme am internationalen und interdisziplinären Künstleraustauschprojekt Salem2Salem. Von der Autorin erschienen ebenfalls bei "edition karo" die Romane "Unter Wasser. Ein Bodenseeroman" (2010) und "Ring der Narren. Kostüm und Offenbarung"(2012).

Leseprobe

Mensch und Wildtier. Das ist eine vor allem ungeklärte Beziehung. Eine, die sich stetig wandelt. Eine, die aus ganz unterschiedlichen Richtungen beleuchtet wird. In der Wissenschaft meist rational, um allgemeingültige Erkenntnisse zu gewinnen über das warum und wie, woher und wohin. Oft künstlerisch, um ein persönliches Verhältnis zu klären: analytisch, fotografisch, illustrativ oder skulptural. Immer aber in der Hoffnung, das Verhältnis zwischen sich selbst und der vermeintlich freien Natur begreifbar zu machen. Für sich und für andere. Animalikon ist zu aller erst eine ganz persönliche Notation, in der Chris Inken Soppa und Ralf Staiger sich selbst ihrer Begegnungen mit der Natur, in der Natur vergewissern. Es ist gut vorstellbar, dass es beiden zunächst genug war, sich aus einer momentanen Euphorie heraus über ihre Begegnungen auszutauschen, um die Erinnerung daran wach zu halten. Wie man es mit einem schönen Traum tut, den man auf gar keinen Fall vergessen will. Doch es blieb nicht bei einigen wenigen Begegnungen. Immer wieder kreuzten sich die Wege von Mensch und Tier. Ungeplant und zufällig. Aber stetig. So sammelten sich unterschiedlichste Beobachtungen, die je von ganz eigenen Gedanken und Geschichten umgeben sind. Dabei blieb es oft unklar, wer mehr überrascht vom anderen war oder wer wessen Nähe suchte. Den Schritt vom Tagebuch zum Buch gehen die Autoren bewusst und zielgerichtet, denn sie glauben an den Wert der Kommunikation in dieser Sache. Dabei vertrauen sie nicht allein auf ähnliche Erlebnisse anderer, sondern wollen Neugier wecken, Beobachtungsgabe schärfen, aber vor allem dazu einladen, sich diese Gedanken und Geschichten selbst zu erschließen. Dafür manifestieren sie ihre Mensch-Tier-Begegnungen multimodal als Text-Bild-Zeichensystem. Es ist aber keines, das auf Effizienz getrimmt ist. Vielmehr zwingt es den Betrachter zur Entschleunigung, denn weder Texte noch Bilder sind deskriptiv anschaulich und leicht konsumierbar. Während aus den Bildern in ihrer Zweidimensionalität mit hinterlegtem Gold zwischen Icon und Ikone doch das konkret Erlebte hindurchschimmert, verorten die Texte das Erlebte teils geografisch teils gedanklich in einem größeren Ganzen. Aus genau dieser Ambivalenz ziehen die Botschaften dieses Buches Relevanz. Die Begegnung zwischen Mensch und Tier wird nicht so konkret wie möglich beschrieben oder dargestellt, sondern bildlich abstrahiert - und damit weiter interpretationsoffen - und textlich in diese Richtung weiter befeuert. Dieses Prinzip eröffnet es dem Betrachter, von der Rekonstruktion des auslösenden Faktums ausgehend, an eigene ganz persönliche Erfahrungen anzuknüpfen. Augsburg, April 2014 Michael Stoll Michael Stoll ist Professor für Informationsdesign und Medientheorie an der Hochschule Augsburg.